CreaSculpt


DREIDIMENSIONALES
Liebe LeserInnen,
hier sind einige meine plastischen Werke zu sehen.
Es sind nicht Werke von grosser Bedeutung, aber es sind alles Sachen, die bereits meinen persönlichen Ausdruck in sich tragen.
Ich habe die Bildhauerei zu meinem Beruf gemacht und damit bin ich in der glücklichen Lage, gewissermassen während der Arbeitszeit einer meiner Leidenschaften zu frönen.
Weberknecht aus Diabaskissen erhaben gearbeitet
"Spinne", 2003, Diabas, ca. 30x40x12cm
Die Bildhauerei ist die zeitraubendste Art bildnerischen Ausdrucks.
Man kann nicht "mal eben" in Stein etwas skizzieren.
Wohl ist es möglich, eine Idee schnell in Ton oder in Styropor zu fassen, aber der Schritt der Realisierung im völlig andersartigen Material Stein ist weit.
Man entwickelt also eine ganz spezifische Herangehensweise und "denkt" seine Entwürfe in Stein.
Zwei Hände, ineinandergreifend, Eine über die Andere kommend
Die "Spinne" oben entstand sehr spontan aus einer Zeichnung auf einem Stück Diabas.
Flächige Reliefs und Ornamente werden einfach auf den Stein gezeichnet und der eigenen Vorstellung gemäss gehauen.
Die "Hände" entstanden in einem langen Prozess über Zeichnung, Tonmodell und Gips-Negativguss.
Hier zu sehen ist der Gips-Postivguss, das Modell, welches dann in Stein übertragen wird.
Diese Skulptur wird im Juni 2004 in Diabas ausgeführt werden.
Zwei Hände, ineinandergreifend, Eine über die Andere kommend
"Hände", 2004, Gipsmodell, ca. 40cm hoch, 35cm breit, 30cm tief
Zwei Hände, ineinandergreifend, Eine über die Andere kommend
"Delfin", 2003, Belgisch Granit (dunkle Kalkvarietät), ca. 25x30x40cm
Delfin auf Welle
Der "Delfin" hier links war eine Arbeitsaufgabe; ich hatte ihn vom Gipsmodell in Stein zu übertragen.
Wobei der Delfinkörper punktiert -also Punkt für Punkt übertragen_ wurde, und die Woge frei vom Hieb gearbeitet wurde.
Das Material bei diesem Stück ist "Belgisch Granit", eigentlich ein dunkler Muschelkalk. Er lässt vielfältige Oberflächenbearbeitungen zu.
Hier ist der Delfin überschliffen, so dass er sein fossiles Innenleben zeigen kann (Leider auf dem Bild nicht gut zu sehen)
Die Wogenflächen sind bahngespitzt und die Grate mit einem Beizhieb gezogen.
Dieser "Mann im Fluss" hier rechts entstand nach den Vorgaben des rohen Stückes Alabaster, er ist insgesamt sehr grob gehauen -gespitzt und gezahnt-.
Er ist anatomisch völlig verschoben, doch ich mag ihn, der Ausdruck ist ganz typisch für mich.
Und die Kirschbaumplinthe ist Relikt eines Kirschbaumes, der vor über 50 Jahren an dem Berg gefällt wurde, an dem ich aufwuchs.
Eines der wenigen Stücke und Bilder, die hier meine Wohnung schmücken.
Menschlicher Oberkörper, Hände über Kopf mit Fingern ineinander, auf Kirschbaumplinthe mit Wellenstruktur
"Mann im Fluss", 2001, Alabaster, Plinthe Kirschbaum, ca 25x50x40cm
"Kompensation", 2002, Ton glasiert, ca. 25cm hoch
Weiblicher Torso in Blau
Weiblicher Torso in Blau
Dieser Torso hier ist einer meiner wenigen Versuche in Ton.
Ich mag diese Art zu arbeiten sehr gerne. Modellieren in Ton hat etwas meditativ-sinnliches und das Material lässt Spontaneität zu.
Ich freue mich darauf, bald wieder mehr damit arbeiten zu können.
Kaskadenbrunnen, gefaster stumpfer Körper, mit drei übereinandergereihten Dreiecksbecken sowie einem Quellbecken auf Gipfelebene
"Cascade", 2003, franz. Rogenkalk, ca. 0,5 x 1 x2m

Dieser Brunnen hier ist ein Entwurf meines Meisters Michael Deiss.
Ich habe ihn hier mit aufgenommen, weil ich den Entwurf realisiert habe. Ich war zuerst nicht so begeistert, denn ich bin kein Geometriker; allerdings machte die Arbeit daran mit der Zeit sehr viel Spass.
Die Oberfläche wurde durch verschiedene Bearbeitungen wunderbar lebendig. Sie ist abwechselnd gespitzt, bahngespitzt, gestockt, gebeilt und geschliffen.
Kaskadenbrunnen, gefaster stumpfer Körper, mit drei übereinandergereihten Dreiecksbecken sowie einem Quellbecken auf Gipfelebene
Eine ganz schlichte Stele aus Sandstein, frei vom Hieb gehauen, die Oberfläche des Schaftes gezahnt, der Kopf scharriert.

Und weil ich grade mal wieder Fachausdrücke gebraucht habe, die kaum einer kennt:
Ich werde auf einer gesonderten Seite gelegentlich genauer auf die handwerkliche Seite der Steinbearbeitung eingehen.
Bugförmiger Kopf mit auf Breitseiten gravierten Achten, gegengerichtet auf verzogener, gespannter, überhöhter, stumpfer Dreieckspyramide , Sandstein, ca 75 cm hoch
Hausnummer "8", 2002, Sandstein rot, ca. 30x30x75cm
Wappen "Vögisheim", 2004, Sandstein rot, ca. 18x80x60cm
Wappen des Dorfes Vögisheim im Markgräflerland, auf vertieftem Spiegel erhaben
Nochmal ein Sandstein. Das typische Material der Steinmetze.
Es vereinigt gute statische Eigenschaften mit einer guten Bearbeitbarkeit.
Ohne dieses Material wären gotische Kathedralen kaum zu denken.
Dieses Stück hier mag ich besonders wegen seiner Details:
Detail am Hufeisen
Grabmal mit Relief Sonnenblume an der linken Seite
Grabmal mit Sonnenblume, 2003, Jurakalk, ca. 18x50x80cm

Zum Abschluss noch zwei Grabmale von meinen Händen.
Der Entwurf für die Doppelstelen rechts ist von Michael Deiss, der Sonnenblumenstein links ist von mir kreiert.
Beide sind sie aus Jurakalk entstanden.

Doppelstele, Entwurf Michael Deiss, 2003, Jurakalk, ca. 45x18x120cm und ca. 35x18x80cm
Zwei Stelen, die linke grössere von Beiden mit Halbkugel, um die sich Grate wie Schweife ziehen. Die Grate setzen sich unsichtbar durch den Raum zwischen den Stelen fort und werden in der kleinen Stele wieder aufgenommen.